Praxis für Familiengesundheit

Medienkonsum und digitale Kommunikation in der Familie

Medienkonsum

In unserer modernen Welt sind digitale Medien allgegenwärtig. Sie spielen heutzutage eine wichtige Rolle und sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Aber auch auf das Familienleben hat dieser Medienkonsum zum Teil erhebliche Auswirkungen. Die digitale Kommunikation stellt Eltern und Familien vor neue Herausforderungen. In diesem Beitrag möchte ich über die Bedeutung einer bewussten digitalen Kommunikation in der Familie sprechen und einige Tipps teilen, wie Eltern eine gesunde Balance finden können.

Digitale Kommunikation verstehen

Die fortschreitende Technologie hat zweifellos viele Vorteile, aber es ist wichtig zu erkennen, wie sie unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflusst. Handys, Tablets und soziale Medien bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Verbindung, aber gleichzeitig können sie auch zu Missverständnissen, Ablenkungen und sogar zu Spannungen in der Familie führen.

Einige Eltern greifen darauf zurück, ihre Kinder so lange wie möglich von digitalen Medien fern zu halten. Das ist ein zweischneidiges Schwert, da gerade in der Schule der Umgang mit digitalen Medien teilweise vorausgesetzt wird und diese Kinder dann einen großen Nachteil gegenüber ihren Altersgenossen haben. Zum anderen schafft es Konfliktpotenzial und die Gefahr von Ausgrenzung und Neid. So gut diese Entscheidung also im Sinne der zwischenmenschlichen Kommunikation und der Entwicklung der Kinder gemeint sein mag, so sollten uns diese Gefahren doch durchaus bewusst sein.

Dem Medienkonsum gesunde Grenzen setzen

Ein wesentlicher Schritt in der digitalen Kommunikation in der Familie ist das Festlegen klarer Grenzen. Eltern sollten sich einig darüber sein, ab welchem Alter sie ihren Kindern den Zugang zu digitalen Medien ermöglichen wollen. Dieser Schritt sollte gut überlegt und mit klaren Grenzen versehen sein. Denn so sehr es den Eltern eine ruhige Verschnaufpause verschafft, wenn das Kind vor dem Fernseher, Handy oder Tablet „geparkt“ ist, so müssen doch die gesundheitlichen und entwicklungsspezifischen Nachteile dagegen aufgewogen werden. Eltern sollten (spätestens ab dem Schulalter) gemeinsam mit ihren Kindern Richtlinien für die Nutzung digitaler Geräte und sozialer Medien erstellen. Dies könnte die Einführung von Bildschirmzeiten, das Festlegen von Handyregeln und das Feststellen von Orten im Haus, an denen digitale Geräte nicht gestattet sind, umfassen. Eine Kontrolle über die Einhaltung ist hier natürlich wichtig. Mittlerweile gibt es auch Apps, über den der Medienkonsum zeitlich und inhaltlich beschränkt werden kann.

Gemeinsame Zeit ohne Technologie

Es ist wichtig, Zeiten festzulegen, in denen die Familie bewusst auf digitale Geräte verzichtet, um sich aufeinander zu konzentrieren. Das Abendessen könnte beispielsweise zu einer tech-freien Zone erklärt werden, um ungestörte Gespräche und echte Verbindungen zu fördern. Die große Herausforderung ist, dass sich hier selbstverständlich auch die Eltern an diese gemeinsam aufgestellten Regeln halten müssen. Auch feste Spielenachmittage (mit klassischen und modernen Gesellschaftsspielen) können ein guter Ausgleich zum Medienkonsum sein, bei dem zudem viele Kompetenzen geschult werden. Gemeinsame Aktivitäten ohne Bildschirme können dazu beitragen, eine tiefere Verbindung zwischen den Familienmitgliedern zu schaffen.

Offene Kommunikation über Online-Risiken

Besonders bei älteren Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, offen über die Risiken der Online-Welt zu sprechen. Cybermobbing, Datenschutz und der Umgang mit sozialen Medien sollten Themen sein, über die die Familie regelmäßig spricht. Dies ermöglicht es den Eltern, ihre Kinder zu unterstützen und gemeinsam Richtlinien für den sicheren Umgang mit der digitalen Welt zu erstellen. Da dies ein sehr komplexes Thema ist, ist es ratsam sich gut darüber zu informieren. Viele Schulen bieten hierzu schon Elternabende oder Informationsveranstaltungen an. Alternativ gibt es im Internet viele Informationsseiten zum Thema. Wenn ihr euch mit bestimmten rechtlichen Dingen unsicher seid, dann lasst lieber Vorsicht walten und informiert euch gut. Behaltet die Kontrolle über die Aktivitäten eurer Kinder in der digitalen Welt. Sprecht regelmäßig mit euern Kindern darüber. Sie sollen wissen, dass sie noch nicht die ganze Tragweite ihrer Aktivitäten verstehen können und Kontrolle nicht zum ausspionieren, sondern für ihre Sicherheit da ist. Denn am Ende haften die Eltern für das, was die Kinder im Netz verbreiten oder tun.

Informationen findet ihr unter:

https://www.schau-hin.info/

https://www.klicksafe.de/

Vorbildfunktion der Eltern

Kinder lernen oft durch Nachahmung, daher ist es entscheidend, dass Eltern eine positive Vorbildfunktion in Bezug auf die digitale Kommunikation übernehmen. Wenn Eltern bewusst mit ihren eigenen Bildschirmzeiten umgehen und zeigen, wie man Technologie verantwortungsbewusst nutzt, wird dies von den Kindern übernommen. Das ist keinesfalls immer leicht. Reflektiert euch daher gut und seid achtsam. Denn sonst können eure Kinder euch nicht ernst nehmen. Familienregeln sind für alle da!

In einer Welt, die von ständiger Vernetzung geprägt ist, ist es wichtig, dass Familien bewusst darüber nachdenken, wie sie digitale Kommunikation in ihr tägliches Leben integrieren. Indem klare Grenzen gesetzt werden und offene Gespräche über die Herausforderungen der digitalen Welt geführt werden, können Familien eine gesunde Balance zwischen Technologie und zwischenmenschlichen Beziehungen finden.

Du möchtest wissen, wie Du diese Tipps in deinem individuellen Familienalltag anwenden kannst? Dann melde Dich gerne bei mir und vereinbare gleich online einen Termin für kostenfreies, telefonisches Erstgespräch.

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